Author: mer
Unterstützung von Fahrten im Jahr 2026
Unterstützung von Rom- und Griechenlandfahrten
Der Hessische Altphilologenverband unterstützt Rom- und Griechenlandfahrten.
Der letzte Termin zur Beantragung ist der 01. April 2026.
- Austauschfahrten werden nicht bezuschusst.
- Der Zuschuss für insgesamt 15 Auslandsfahrten (9 Fahrten für das Fach Latein und 6 Fahrten für das Fach Griechisch) beträgt einmalig je Fahrt 500 Euro bzw. bei weniger Fahrten maximal 600 Euro pro Fahrt.
- Inlandsfahrten werden mit maximal 400 Euro pro Fahrt bezuschusst, falls keine Auslandsfahrten stattfinden können oder für weniger als 15 Auslandsfahrten Anträge gestellt werden.
- Die Förderung pro Schule ist höchstens alle zwei Jahre möglich (Latein und
Griechisch werden hierbei allerdings gesondert betrachtet).
Gefördert werden nur Fahrten hessischer Schulen. - Der Zuschuss steht – schülerbetreffend! – zur freien Verfügung.
- Bedingung ist ein bei der Beantragung eingereichtes Fahrtenkonzept. Ein Ablaufplan/Programm ist nicht ausreichend.
- Stichtag der Bewerbung ist jeweils der 1. April des Jahres, in dem die Studienfahrt stattfindet.
- Die 15 zu bezuschussenden Fahrten werden im Losverfahren ermittelt.
- Ein Fahrtenbericht kann auf der Homepage des Hessischen Altphilologenverbandes eingestellt werden, sofern die Rechte an Text und Bildern vom Verfasser/der Verfasserin des Artikels geklärt sind.
Unterlagen bitte an: marion.clausen[at]gmail.com
Arbeitsheft Graffiti für den Lateinunterricht von Dr. Polly Lohmann
Liebe Kolleginnen und Kollegen des DAV,
gerne würde ich Ihnen mein Arbeitsheft Graffiti für den Lateinunterricht vorstellen, das aus meinen langjährigen Forschungen zu den pompejanischen Graffiti entstanden ist. Die Idee dazu wurde geboren aus der großen Begeisterung, die das Thema auf verschiedenen Fortbildungen für Lehrkräfte – und auch beim letztjährigen DAV-Kongress in Wuppertal – hervorgerufen hat.
Das Arbeitsheft und zugehöriges Info- und Bildmaterial (als PDF) können Sie hier kostenlos zur Nutzung herunterladen (Browserwarnungen bitte ignorieren): https://rollpodest.hypotheses.org/graffiti-aus-pompeji-arbeitsheft-zum-download
Wenn Sie den Link mit Kolleg:innen und anderen Interessierten teilen könnten, würde ich mich freuen. Erstes Feedback durfte ich bereits bei der Fortbildung des Landesverbands Sachsen-Anhalt in diesem Monat sammeln. Da ich selber ausschließlich an der Universität lehre, freue ich mich über weiteres Feedback aus der Praxis des Schulunterrichts, damit ich das Ganze noch weiter verbessern kann – gerne per Email an mich.
Mit herzlichen Grüßen
Polly Lohmann
Dr. Polly Lohmann
Akademische Oberrätin | Kuratorin der Antikensammlung
Heidelberg Center for Cultural Heritage | Institut für Klassische Archäologie und Byzantinische Archäologie
Postadresse:
Universität Heidelberg
AntikensammlungMarstallhof 469117 Heidelberg
Polly.Lohmann@uni-heidelberg.de
Neuwahl des DAV-Bundesvorstandes
Erstellt: 27. Februar 2025
Turnusgemäß wurden der geschäftsführende Vorstand und der Gesamtvorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt.
Dem geschäftsführenden Vorstand gehören an:
1. Vorsitzende: Dr. Katja Sommer
Stellv. Vorsitzender: Dr. Stefan Faller
Stellv. Vorsitzender: Prof. Dr. Stefan Freund
Darüber hinaus wurden in den Gesamtvorstand gewählt:
Kassenwart: Andreas Knobloch
Pressesprecher: Christian Löhr
Vertreter für „Forum Classicum“: Dr. Jochen Sauer
Beisitzer/innen:
Dr. Susanne Aretz
Prof. Dr. Thomas Baier
Dr. Anne Friedrich
Ivo Gottwald (Beauftragter für Euroclassica)
Michaela Lantieri
Schriftführer (vom Vorstand ernannt): Dr. Benedikt Simons
Vertreter für das „Gymnasium“ (s.o.): Prof. Dr. Ulrich Schmitzer
Zuständig für die Online-Zeitschrift „Pegasus“ ist weiterhin Prof. Dr. Stefan Kipf.
Aktuelle Latein-Fortbildungen: Hessische Lehrkräfteakademie
Folgende Latein-Fortbildungen werden zurzeit (20.02.2026) von der Hessischen Lehrkräfteakademie (Anmeldung und Näheres hier) angeboten:
- KI-Bildung und (lernförderliche) KI-Nutzung im Fach Latein – Wie kann KI den humanistischen Unterricht fördern?
10.03.2026, Wilhelm-von-Oranien-Schule, Dillenburg
Dozent: Rudolf Henneböhl
Link zum Veranstaltungskatalog
Trauer um Prof. Dr. Achim Heinrichs
Das Seminar für Klassische Philologie nimmt Abschied von einem langjährigen Kollegen
Mit großer Trauer müssen wir Abschied nehmen von unserem Kollegen Prof. Dr. Achim Heinrichs, der am 13.06.2024 im Alter von 78 Jahren verstorben ist.
Nach dem Abitur am Domgymnasium Fulda studierte Achim Heinrichs in Marburg und München Klassische Philologie und war danach am Vocabularium Iurisprudentiae Romanae und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Klassische Philologie der Philipps-Universität Marburg tätig. Dort wurde er 1977 mit einer Arbeit zu „Sejan und das Schicksal Roms in den Annalen des Tacitus“ summa cum laude promoviert. Dem Marburger Seminar blieb er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2010 treu. 2004 wurde ihm von der Philipps-Universität für seine Verdienste eine Honorarprofessur verliehen.
In den vierzig Jahren seines Wirkens prägte er Leben und Lehre am Seminar für Klassische Philologie entscheidend mit als Wissenschaftler, Pädagoge und Mensch.
Auf seinem Unterrichtsplan standen Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen lateinischen (oft auch griechischen) Autoren von der klassischen Zeit über die Spätantike bis hin zur frühen Neuzeit. In seinen Kursen legte er größten Wert auf sorgfältige Textarbeit und auf das Bemühen um eine exakt den Sinn treffende Übersetzung. Er gewann seine Studierenden für diese Sorgfalt dadurch, dass er es verstand, die literarische Qualität sowie die politische und existentielle Bedeutung der Texte, die seit der Antike immer wieder neu gelesen und bewundert worden sind, herauszuarbeiten und zu erklären. Seine beeindruckend breite Bildung und Gelehrtheit machten es ihm möglich, die Relevanz dieser Texte auch noch für die Gegenwart aufzuweisen, weil er belegen konnte, wie sehr die heutigen Diskurse – im Guten wie im Schlechten – von antiken Vorgaben durchdrungen sind. So zeigte er beispielsweise die Traditionslinien auf, die von der Evolutionstheorie des Lukrez bis zu Darwin führen. Bei Marx arbeitete er die Bedeutung seiner Abhängigkeit von Epikur heraus, oder er leitete zu einer kritischen Cäsarlektüre an, indem er die Strategien aufdeckte, die Cäsar zur Verbrämung seines Angriffskriegs dienten – und derer sich bis heute viele kleine und große Cäsaren mit gleich verhängnisvollen Zielen bedienten und bedienen.
Von diesem Impetus war auch seine Auffassung von der Didaktik der Alten Sprachen durchdrungen, die ihm besonders am Herzen lag. Er war es, der die Fachdidaktik als eigenständigen Bereich am Marburger Seminar etablierte und in Zusammenarbeit mit anderen Fächern kontinuierlich weiterentwickelte. Hier standen Grammatiktheorie und Linguistik der Alten Sprachen sowie die theoretische Grundlegung der Lernzielfindung und konkrete Probleme der Vermittlung der Fachinhalte in der Unterrichtspraxis im Mittelpunkt seiner Forschung. Anders aber als in der inzwischen allein auf die Vermittlung bestimmter ‚Kompetenzen‘ ausgerichteten Didaktik, war sein zentrales Anliegen, deutlich zu machen, dass ein erfolgreicher Unterricht von der Vermittlung der Inhalte der gelesenen Texte und ihrer Relevanz abhängt und dass darin die große Verantwortung einer Lehrkraft und die Bedeutung des altsprachlichen Unterrichts liegt.
Daneben betreute er die Institutsbibliothek und engagierte sich in verschiedenen universitären Gremien. Seine zweite große Leidenschaft neben der Philologie, die Musik, brachte er ebenfalls in das akademische Leben ein: Von seiner Gründung an leitete er über mehrere Jahre den bis heute bestehenden Chor des Fachbereichs „Philologia cantat“.
Als Studienberater setzte sich Achim Heinrichs außergewöhnlich intensiv für die Belange der Studierenden ein und hatte jederzeit ein offenes Ohr für ihre Nöte. Kolleginnen und Kollegen erinnern sich an seine große Hilfsbereitschaft; die zunehmende Überwucherung von Forschung und Lehre durch Bürokratie kritisierte er zwar, entzog sich aber nicht den damit verbunden Aufgaben. Sein Scharfsinn, seine Sprachgewalt und sein Humor, die ihn in der Auseinandersetzung mit Texten und Positionen zu pointierten Urteilen führten, waren im Umgang mit Menschen immer grundiert von einer außerordentlichen Herzlichkeit und Menschenfreundlichkeit.
Die lebhaften Diskussionen, die er in seinen Seminaren zu entfachen pflegte, wurden nicht selten bis in späte Stunden weitergeführt in der legendären Kaffeeecke, die auch dank seiner Präsenz über viele Jahre ein von Studierenden und Lehrenden gleichermaßen frequentierter Mittelpunkt des Seminarlebens und eine überaus fruchtbare Brutstätte von Ideen und Witzen war.
So hat Achim Heinrichs denen, die ihm begegnet sind, vor allem den zahllosen Studierenden, die er am Seminarium für Klassische Philologie durchs Studium zum Examen und oft darüber hinaus begleitet hat, lebendige logoi eingepflanzt – Gedanken und Worte, die weiterwachsen und wirken an den unterschiedlichsten Orten.
Wir sind sehr traurig, dass er nicht mehr bei uns ist, noch mehr aber sind wir dankbar, dass wir ihn gekannt haben.
